Historie

Ein Haus mit Geschichte

Eine lange Allee mit langer Geschichte: Vormals »nur« Verbindung zwischen zwei der drei Gründungsorte von Kühlungsborn, nämlich Brunshaupten und Arendsee, beginnt mit der Genehmigung der Bebauung 1904 die Ära einer herrschaftlichen Prachtstraße: Parallel zur längsten Strandpromenade an der deutschen Küste zieht sich die Ostseeallee wie ein roter Faden durch das Seebad. Aufgereiht wie die Perlen buhlen die Prachtvillen um die Aufmerksamkeit der strahlenden Sonne.

Eine sticht besonders hervor: Die heutige Villa Astoria. Gleich zu Beginn der Erschließung erbaut, ist die Herrschaftliche seit 1910 eine Augenweide der Bäderarchitektur in der Ostseeallee 2. Ein Gasthaus mit Geschichte: Bis 1949 wurde es als exklusives Privathotel geführt und war Teil des großen Booms innerdeutschen Badetourismus. Man fuhr an die Ostsee, man residierte, badete, flanierte und genoss. Eine traurige geschichtliche Wende nahm die touristische Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg. 1953 wurden viele Hotel- und Pensionsbesitzer im Zuge der »Aktion Rose« zum Teil willkürlich enteignet. Die Prachtvillen wurden verstaatlicht und in Ferienheime des FDGB Feriendienstes umgewandelt. 1995 knüpfte dann eine umfassende Sanierung und Restaurierung an die Glanzzeit der Jahrhundertwende an. Vor allem luxuriös, ein wenig verspielt, denkmalgeschützt und in jedem Fall herrschaftlich von außen und modern von innen: die Villa Astoria – ein Haus mit Geschichte, Gastfreundlichkeit und mit Tradition.